Schlüsselbotschaften konsequent verfolgen

wog | 18. August 2011

Männer im Boot

Ein Beitrag von Hans Bodingbauer

Die Führungskraft im Veränderungsprozess könnte man so beschreiben: Es ist diejenige Person, die dafür sorgt, dass etwas geschieht; sie muss diejenigen überzeugen, die alles daran setzen, dass nichts geschieht; sie muss diejenigen motivieren, die zusehen, wie etwas geschieht, und sie muss diejenigen informieren, die keine Ahnung haben, was überhaupt geschieht!
Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, braucht es Worte und Taten, die Ergebnisse liefern – nicht solche, die nur gut klingen oder Sie als Führungskraft gut dastehen lassen. Es braucht klare Schlüsselbotschaften. Damit helfen Sie Ihren Mitarbeitern zu verstehen, warum sich etwas ändern soll, und einzusehen, was sich ändern soll. Und Sie stellen den individuellen Bezug her, was es für jeden Einzelnen bedeutet. Erst wenn die Botschaften diesen Weg durchlaufen haben, kann jeder die Veränderung annehmen und mit Freude sagen: „Ja, das will ich!“
Der Schritt in Richtung Selbstverständlichkeit („Es ist meins!“), ist dann nur noch ein kleiner. Wenn Sie als Führungskraft glauben, dass Sie alles schon viel zu oft wiederholt haben und die Botschaft eigentlich jedem schon auf die Nerven geht, dann erst beginnt die Kraft der Schlüsselbotschaft zu wirken.

Tipp 1 Strukturieren Sie Schlüsselbotschaften nach folgendem Schema:
Sagen Sie,was Sie sagen werden! Sagen Sie es! Sagen Sie,was Sie gesagt haben!

Tipp 2 Konzentrieren Sie sich auf maximal drei Schlüsselbotschaften. Halten Sie die Kernsätze kurz. 10 Sekunden oder 30 Worte!

Tipp 3 Bedenken Sie die Wirkung Ihrer Körpersprache: 75 Prozent der Botschaft wird über die Körpersprache transportiert, also überwiegend unbewusst wahrgenommen. Und – wenn Sie Ihre verbalen Botschaften nicht leben, wird sich nichts ändern.

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2 Kommentare

Ein sehr guter Artikel, allerdings sehe ich diesen Satz etwas zwiegespalten: "Wenn Sie als Führungskraft glauben, dass Sie alles schon viel zu oft wiederholt haben und die Botschaft eigentlich jedem schon auf die Nerven geht, dann erst beginnt die Kraft der Schlüsselbotschaft zu wirken."

Dieser Satz mag in manchen Fällen, abhängig von der Persönlichkeit des Managers, stimmen, in anderen ist es allerdings tatsächlich so, dass die Botschaft schon heftig ausgelutscht ist. Was unter anderem auch daran liegt, dass es sich manchmal dabei gar nicht um echte Schlüsselbotschaften handelt. Ich würde dennoch einen Tipp 4 hinzufügen: Denken Sie an den Empfänger der Botschaft! Verstehen ist der erste Schritt zur Umsetzung.
Ein (sehr erfolgreicher) Manager hat gesagt: "Ich kann mich schon gar nicht mehr hören" - so oft hat er seine Kern-Botschaften getrommelt. Wenn das Handeln zur Botschaft passt und die Führung authentisch und glaubwürdig ist, darf sie auch "penetrant" sein...

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